Jul 18

10 Jahre Hamburg Triathlon – 2. Tag

Die Weltelite misst sich in Hamburg und die nordfriesische Triathlonszene mischt ebenfalls kräftig mit. Ob TSV Ladelund, TSV Westerland, TSV Rot-Weiß Niebüll, TSV Goldebek, LAV Husum, Fri Ööwingsfloose, MTV Leck, SV Enge-Sande etc. Man hatte fast das Gefühl, im Herrenkoog zu sein. Allerdings war die Location dann doch eine völlig andere. An jeder Ecke bekannte Gesichter und freudige Begrüßungen. Toll, wie sich die Szene entwickelt hat.

Nach den grandiosen Erfolgen auf der Jedermanndistanz am ersten Wettkampftag (siehe Bericht von Jan S.), ging es am zweiten Tag auf die „Olympische Distanz“. Auch heute sollten die Sportler entgegen der Wettervorhersage Glück mit dem Wetter haben. Nach einer regnerischen Nacht zeigte Petrus ein Herz für Triathleten und stellte sein Wirken immer weiter ein. Langsam trudelte Nordfriesland in der unglaublich langen Wechselzone ein, wo bereits in einigen Bereichen kräftiger Trubel herrschte. So war der MTV Leck z. B. mit seinen Athleten und Athletinnen in die erste Startgruppe gerutscht und bereits seit 7:00 Uhr im Wettkampf. Alle 10 Minuten ertönte der Startschuss für die nächste Gruppe und ein weiterer Tross an Schwimmern machte sich auf den Weg Richtung Kennedybrücke in die Außenalster, wo sich zwei Wendebojen befanden. Zurück ging es erneut unter der Kennedybrücke und dem Jungfernstieg hindurch bis zum Rathausplatz. 1.500 Meter waren vollbracht. Die nicht erwähnenswerten Wellen wurden vermutlich von den Rettungsbooten verursacht, ansonsten war das Wasser ein echter Klacks, im Vergleich zu den letzten Nordsee-Triathlons. Jetzt begann der lange Lauf in die Wechselzone und der noch längere Lauf aus der Wechselzone bis zur Radstrecke. Doch von wegen norddeutsches Flachland – aus nordfriesischer Sicht könnte man meinen, Hamburg wäre der erste Ausläufer Bayerns. Langgezogene Steigungen, die uns Flachlandtiroler so gar nicht behagen. Doch da es sich um eine Wendestrecke handelte, kam man entgegengesetzt auch in den Genuss, mal alles aus sich heraus zu holen und richtig Tempo zu machen. Im Bereich „Reeperbahn“ sorgte ein größeres Polizeiaufkommen für einen reibungslosen Ablauf und hielt die völlig übernächtigten „Kiez-Besucher“ in Schach. Wer Zeit für Nebensächlichkeiten hatte, konnte den Schiffsverkehr auf der Elbe verfolgen oder amüsierte sich über die mit Pflanzen und sonstigen Dingen bepackten Personen, die vom Hamburger Fischmarkt kamen. Ein Radkurs, der wirklich alles zu bieten hatte – vom Kopfsteinpflaster bis zum riskanten Spitznadelkehrpunkt. Zwei Runden und 40 Kilometer später stand man wieder vor dem blauen Teppich der Wechselzone. Doch auch der längste Teppich hat irgendwann mal ein Ende und schon lief man über die erste Zeitmatte der Laufstrecke. Mittlerweile hatte sich auch immer mal wieder die Sonne blicken lassen, und nach den ersten Kilometern fing die Laufstrecke an, ihre Reize auszuspielen. Entlang der Außenalster ging es bis zu einem Wechselpunkt, wodurch man die Gelegenheit bekam, seine Mitstreiter einzusortieren bzw. ein lächelndes „Hallo“ ertönen zu lassen. Schließlich erreichte man wieder die Binnenalster. Der letzte Kilometer dann ein grandioser Abschluss im tosenden Zuschauerkanal bis zum Zieleinlauf. Ein Erlebnis, welches auf jeden Fall unvergessen bleiben wird.

Ein ganz großes Lob an die tolle Veranstaltungsorganisation! Wir kommen wieder!

Unsere Finischer auf der Olympischen Distanz:

Frank Lorenzen (02:47:01)

Christiane Tams (03:00:15)

Alexandra Mrosek (03:05:29)

Oliver Kutta (03:33:22)

Herzlichen Glückwunsch an alle unsere nordfriesischen Freunde, die an diesem Megaevent teilgenommen haben!

Vielen Dank auch an das tolle Publikum in Hamburg – Ihr seid einfach spitze!

5 Kommentare

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  1. Ihr seit so der Hammer!
    Echt spitzen Leistungen!

    Ich liebe diesen Sport! Sowohl auf als auch an der Piste und die Zeit zwischen den Wettkämpfen!

    Weiter so Leute! Ihr macht diesen Sport nämlich zu dem was er ist!

    • Tim&Marzi on 18. Juli 2011 at 20:53
    • Antworten

    Toll wie die nördlichste Triathlonszene auf solchen Events zusammenhält!
    Danke für den tollen Bericht und Glückwunsch an alle! Scheint ein tolles Event zu sein! Was mag da noch alles dies Jahr kommen? ;-))

    • Stephan on 20. Juli 2011 at 21:02
    • Antworten

    Hallo Frank,
    toller Bericht, noch mehr Neid und noch mehr Anerkennung für diese anscheinend wirklich tolle Veranstaltung!
    Ob ich wohl auch mal da mitmachen sollte?

    Macht weiter so!

    LG
    Stephan

      • Frank L. on 22. Juli 2011 at 11:56

      Hallo Stephan,
      ganz ehrliche Antwort: JA! Du musst!
      Der Hamburg Triathlon gehört zu den Dingen, die man als norddeutscher Triathlet mindestens 1x im Leben absolviert haben muss.

      Für mich und Olli war es übrigens das erste Mal, dass wir die olympische Distanz gemacht haben.
      Zufällig kamen wir genau nebeneinander aus dem Wasser.
      Was für ein freudiges Wiedersehen – Arm in Arm liefen wir dann von den Zuschauern bejubelt in Richtung Wechselzone.
      Hat total Spaß gemacht, dabei zu sein!

      Gruß,
      Frank

    • Jan, Sandra und Haye S. aus L. on 21. Juli 2011 at 11:05
    • Antworten

    Hallo Frank,

    toller Bericht, schade dass wir uns in Hamburg nicht mehr getroffen haben.
    Ich gratuliere euch Olympioniken zum Finish und den tollen Zeiten.
    Aber wie bekommt man die Bilder ganz oben in den Kopf der Seite eingestellt.
    Ich habe soviel rumprobiert und habe auch ein ganz tolles Bild dafür.
    Na ja, Tücken der Technik.

    Gruß
    Jan und der Rest aus Langenhorn

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