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Jul 18

City Man Hamburg / Health Cup mit B&T

So, nun versuche ich auch mich in den Kreis der Autoren einzureihen.

Am vergangenen Samstag war das B&T Team mit zwei Mannschaften am Start und wurde von einigen Floosen unterstützt ( Veit, Ove, Kerrin, Coco und Jan S.) . Gemeldet waren das B&T Team Hawaii (Veit Brülke – Coco in Vertretung für den Verletzten Sebi – Morris Stahl – Ove Lorenzen – Marc Ziriakus – Marc Klinkert – Mark Böckenholt – Jürgen Bruhn) und das Team B&T Topfit (Jan Sievers – Ralph Jannsen – Silke Jannsen – Kerrin Carstensen – Wencke Hanisch – Dirk Loesmann – Holger Feddersen). Einige waren bereits am Freitag angereist, der Rest war so verrückt erst am Wettkampftag anzureisen, dass bedeutete Abfahrt spätestens um 5:30 Uhr (also vorm Aufstehen, Triatlethen sind doch echt bekloppt). Um 7:30 Uhr war Treffen in Hamburg. Für die „Samstaganreiser“ hatte Jürgen die Startunterlagen bereits Freitag besorgt und am Samstagmorgen verteilt, sowie an die „Neuen bzw. Aushlefer“ im B&T Team die entsprechenden Einteile und Windjacken ausgegeben.  Nun wurden eifrig die Klamotten gepackt und die Räder vorbereitet. Eine Tasche für die Wechselzone und einen Kleiderbeutel mit den Klamotten und Duschsachen für später. Das war enorm wichtig, da wir nach dem Zieleinlauf die Wechselzone für einige Zeit nicht mehr betreten durften. Die Fans (Peggy, Sandra und die Tochter von Silke und Ralph)  machten sich mit der S-Bahn auf den Weg und die Atlethen testeten schon mal mit den Rädern die Hamburger Strassen. Und natürlich kam es vor der Abfahrt vom Treffpunkt wieder zu einer bereits bekannten Diskussion, da einer den Verdacht hatte ein Reifen würde Luft verlieren. Genau, das Thema hiess: Conti oder Schwalbe. Das möchte ich hier jetzt aber nicht weiter vertiefen. In der Wechselzone angekommen hiess es Plätze suchen und alle Startvorbereitungen treffen. Wer bisher bei einigen Wettkämpfen über zu enge Plätze in der Wechselzone geklagt hatte, der war noch nicht in Hamburg. Zwischen den Lenkern der Räder war kaum 5 cm Platz. Aber auch das hat funktioniert. Gemeisam schlenderten wir los um unsere Wechselbeutel abzugeben und gingen zum Start. Um 9:24 Uhr sollten wir das Wasser der Alster zum Brodeln bringen. Und dann kam das große Malheur für Kerrin. Der Nasensteg ihrer Schwimmbrille brach kurz vorm Start durch. Aber Coco – ganz der Gentleman – hat ihr natürlich sofort seine gegeben und ist dann ohne Brille geschwommen. Kaum waren wir im Wasser kam auch der Startschuss, der Zeitplan der Veranstalter war unerbittlich, denn es waren ja bereits seit 7 Uhr mehrere Startblöcke der Jedermänner auf die Strecke gegangen und wir sollten auch nicht der letzte Startblock sein. Kaum dass wir gestartet waren, zeigte sich, dass es sich um eine echten Jedermann-Triathlon gehandelt hat, wir überholten bereits die ersten Schwimmer des vorherigen Startblocks. Sollte sich übrigens irgendjemand nochmal über das angeblich so trübe Wasser im Herrenkoog beklagen, der möge doch bitte mal in der Alster schwimmen. Da kann man nicht mal mehr seine eigene Hand am ausgesteckten Arm sehen! Aber auch das funktioniert, denn die Bojen befinden sich ja ohnehin oberhalb und nicht unterhalb derWasseroberfläche. Also vorwärts, um die Wendeboje rum und unter Brücke am Jungfernstieg hindurch um nach 500 Metern auf dem Rathausplatz die Alster zu verlassen. Dann folgte der schier endlose Weg auf blauem Teppich zu der nur 500 m kurzen Wechselzone. Coco hatte übrigens ein neue Idee die Zeit in der Wechselzone zu verkürzen: damit man nicht erst Platz das Startnummernband umlegen muss, was ja auch wichtige Sekunden ausmacht, trägt er die Startnummer einfach unter seinem Einteiler und holt sie dann auf dem Weg zur Wechselzone hervor. Er hat es getestet und meint es funktioniert.  Mit dem Fahrrad hiess es jetzt sich durch die restlichen 400 m der Wechselzone durchzuwuseln (immer noch auf blauem Teppich), vorbei an den zahlreichen „echten“ Jedermännern. Da half nur Slalom laufen oder lautes ankündigen ob man rechts oder links überholt. Am Ende des Teppichs kam eine 90-Grad-Kurve und man wollte aufs Rad steigen, wurde aber lautstark zurückgepfiffen, da die Linie erst einige Meter weiter hinten angebracht war, was man aber kaum sehen konnte. Rauf aufs Rad und auf einer Wendepunktstrecke  ab durch Hamburg. Auch hier konnte man wieder etliche Teilnehmer der vorherigen Startblöcke hinter sich lassen, was durchaus motivierte. Ich dachte ja Hamburg wäre sehr flach und der einzige Anstieg auf dem Weg zur Reeperbahn. Falsch gedacht, die gesamte Palmaille und die Elbchaussee sind in Richtung Flottbeck mit einem Anstieg versehen. Was soll´s, auf dem Rückweg geht´s dann ja bergab. Das stimmt schon, aber auch in Hamburg gibt es Wind, und der kam natürlich auf dem Rückweg von vorne, macht ja nix, das Problem haben schließlich alle. Und schließlich geht es ja in St. Pauli in Richtung Hafenstraße/ Fischmarkt mal richtig bergab. Boah, tat das gut! An den Landungsbrücken vorbei,  ab durch den Wallringtunnel. Jetzt hiess es aufpassen und die Markierung finden, bevor es wieder Mecker gibt. Für einige von uns war es leider kein Problem den Abstiegpunktvom Rad zu verpassen, da es sich doch ziemlich staute, da einige Teilnehmer ziemliche Probleme hatten zügig vom Rad abzusteigen und gleich loszulaufen. Peggy und Sandra mussten hier leider einige Zusammenstöße mit den entsprechenden Stürzen beobachten. Wir waren zum Glück nicht betroffen, wurden teilweise aber aufgehalten. Und wieder kam der 400m lange Slalomlauf, zur Abwechslung dieses Mal mit Gegenverkehr. War auch eine sehr interssante Erfahrung. Rein in die Laufschuhe, wieter zum anderen Ende der Wechselzone und ab zur letzten Disziplin. Unter der Lombard- und Kennedybrücke hindurch und nach dem Wendepunkt an der Aussen- und Binnenalster zum Zieleinlauf auf dem Rathausmarkt. Direkt an der Wechselzone, der am Nachmittag startenden Elite. Nach und nach kamen alle B&T-Starter überglücklich ins Ziel und genossen ihr wohlverdientes Erdinger alkoholfrei.

Nachdem sich alle erholt hatten, wurde auf dem Weg zur Kleiderbeutelausgabe noch ausreichend Zielverpflegung gefuttert. Die Duschen waren sogar noch einigermaßen warm. Für Marc Ziriakus und Coco gab es noch eine Beinmassage von Sandra und einige liessen sich Ihre Ergebnisse auf die Medaille lasern.

Nach einem kurzen Besuch auf der Messe ging es zur Siegerehrung im Healthcup (Firmenwertung). Und jetzt kommt´s: 2.beste Einzelzeit der Männer für Morris Stahl in 1:11:48 und Bestzeit in der Einzelwertung für Veit in 1:10:17. Und wie soll es anders sein den 1. Platz in der Mannschaftswertung erreichte das Hawaiiteam von B&T in einer Gesamtzeit von 7:38:02 mit 35 Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten. Das Team Topfit erreichte den 12. Platz von insgesamt 30 Teams. Das frühe Aufstehen hatte sich also gelohnt, und Jürgen und Heino, der leider im Urlaub weilte, konnten mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Nach der Siegerehrung sahen wir uns noch das Rennen der Weltelite an. Sehr interessant war das Schwimmen, was faseln Dirk und Peter eigentlich ständig Gleitphase ausnutzen? Die Profis scheinen das nicht zu kennen, und die sind auch hammerschnell dabei! Um es in Peter´s Sprache auszudrücken, die sind 1,5 km lang nur „voll Pisser“ geschwommen!

Nach dem Rennen der Elite trennten sich so langsam die Wege, einige fuhren direkt nach Hause, andere schlenderten noch in Ruhe über die Messe.

Alles in Allem war das ein hammermäßiges Erlebnis. Das Wetter war top, die Stimmung super und das Ergebnis konnte nicht besser sein.

Vielen Dank an alle, die dabei waren und an Jürgen und Heino, dass ich im B&T-Team starten durfte. Im nächsten Jahr wäre ich gerne wieder dabei.

Am Sonntag bei der Olympischen Distanz gingen dann noch Chrissie, Alex Mrosek, Frank L und Olli an den Start. Da ich nicht dabei war und Dennis ganz tolle Berichte schreiben kann, überlasse ich ihm die Aufgabe.

Unser Ergebnisse im Detail:

Veit  Brüllke 1:10:17 / Morris Stahl 1:11:48 / Ove Lorenzen 1:16:04 / Marc Ziriakus 1:17:09 / Marc Klinkert 1:19:57 / Jan Sievers 1:22:05 / Constantin Jannek 1:22:47 / Mark Böckenholt 1:24:16 / Ralph Jannsen 1:26:13 / Jürgen Bruhn 1:27:12 / Kerrin Carstensen 1:27:40 / Dirk Loesmann 1:28:44 / Holger Feddersen 1:35:10 / Silke Jannsen 1:35:11 / Wencke Hanisch 1:48:46

Hier sind 2 Links zu den Fotos:

https://picasaweb.google.com/102251642777483196067/HamburgCityMan201102?authkey=Gv1sRgCMuYzq7R6Zq2uQE

https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=116648829561646207848&target=ALBUM&id=5630579096385980497&authkey=Gv1sRgCPPurMjOvezFEA&feat=email

Und hier gibt noch ein tolle 3-D-Animation der Strecke:

http://www.hamburg-triathlon.org/index.php/de/eventinformation/age-group/courses

4 Kommentare

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  1. Frank L.

    Hallo Jan,
    toller Bericht!
    Leider haben Olli und ich vom Wettkampf am Sonnabend nichts mitbekommen.
    Dass Coco für Kerrin ohne Brille geschwommen ist, finde ich prima.
    Das ist wahre Liebe!
    Am Sonntag haben wir nachmittags beim Schwimmen der weiblichen Profis zugeguckt.
    Die Strecke wurde komplett in geschlossener Gruppe wie ein Zugvogelschwarm absolviert.
    Bemerkenswert war auch hier das Tempo.
    Aber wie war das noch?
    Wer länger braucht hat mehr von seinem Startgeld, oder?
    Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Finisher zu den tollen Leistungen auf der Jedermanndistanz!

    Frank

  2. Coco

    Jawoll! Hiermit gebe ich meinen Ruhestand bekannt! Es gibt einfach zuviel gute Schreiber!
    Ich werde mich jetzt mit dem austüfteln von Verbesserungen beschäftigen.
    Die Innovation mit dem Startnummernband ist nicht weiterzuempfehlen. Es hat zwar geklappt aber hätte ich mir auch gut sparen können. Und wenn ich nicht so vergesslich wäre dann hätte ich sie auch dieses mal am Rad angebracht 🙂

    Geiler Artikel, Geiles WE, geiles Ergebnis, geiles Team!
    Einfach alles geil! So wie letztes Jahr und wahrscheinlich auch nächstes Jahr!

    Triathlon ist das Beste…………………und jetzt raus, trainieren!

  3. Tim&Marzi

    Wow!!! Was für ein Event! Tolle Berichte und super Fotos!!!
    Euch allen herzlichen Glückwunsch zu euren super Leistungen!

  4. Stephan

    Hallo Jan, hallo ihr Hamburger Helden!
    Durch diesen umwerfenden Bericht bekommt man einfach Lust mitzumachen! Herzlichen Glückwunsch an alle!
    Wir sehen uns beim Fördecrossing!

    LG Stephan

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