Zeitungsbericht über die Lützen Schwestern

Flensburger Tageblatt

10.November 2011

Fünf Schwestern im Marathonfieber!

Die Turnschuhe dämpfen die Schritte auf dem Asphalt, der Schweiß steht in kleinen Perlen auf der Stirn. Wenn Jutta und Ellen Lützen ihre Laufrunden durchs Dorf drehen, sind sie glücklich. Zwei mal pro Woche trainiert das Zwillingspaar momentan, in den Sommermonaten schon drei Mal. Unter der Woche legen sie dabei eine Strecke von sechs bis zehn Kilometer zurück, am Wochenende mindestens zwanzig.

„Das tolle am Laufen ist, dass ich jederzeit einfach loslegen kann“, sagt Ellen Lützen, „ich brauche nur die Turnschuhe anzuziehen und schon kann es losgehen.“ Wenn sie über das Laufen spricht, ist sie sichtlich in ihrem Element: „Man kann so wunderbar den Kopf freibekommen. Wenn ich Stress habe, laufe ich ihm einfach davon“, schwärmt sie lächelnd und mit strahlenden Augen. Die Begeisterung fürs Laufen liegt offensichtlich in den Genen der Familie, denn nicht nur die Zwillinge, sondern alle fünf Schwestern sind begeisterte Läuferinnen.

„Irgendwann hatten wir dann die Idee, dass wir alle zusammen an einem Lauf teilnehmen“, erinnert sich die 43-Jährige, „einfach um zu sehen, wie fit wir sind.“

Die drei älteren der Lützen-Schwestern, Ellen, Jutta und Dörte Lützen, wohnen in Tinningstedt und Niebüll und sind Mitglieder im Verein „Fri Öwingsfloose“. Dadurch trainieren sie oft gemeinsam und unternehmen mit dem Verein Fahrten in ein Trainingslager nach Damp.

Die beiden jüngsten Schwestern, die in Hamburg und Kiel wohnen, treffen sie erst zu den gemeinsamen Laufevents wie beispielsweise zum Lauf zwischen den Meeren, der von Husum nach Damp führt oder auch dem diesjährigen Halbmarathon in Kiel. Für das nächste Jahr haben sie bereits den Marathon auf Föhr ins Auge gefasst. „Zusammen können wir viel länger laufen, als einzeln“ erzählt Zwilling Ellen, „wenn eine nicht mehr kann, ziehen wir anderen sie mit Aufmunterungen mit.“

Das Laufen begeistere die fünf Frauen auch so sehr, weil sie dadurch neben ihren Kindern noch ein anderes gemeinsames Gesprächsthema haben. Zudem reizt es das Quintett, dass sie ein gemeinsames Ziel haben, auf das sie hinarbeiten können.

„Als Kinder waren Jutta und ich viel zusammen unterwegs“, erinnert sich Ellen Lützen, aber die anderen mehr oder weniger für sich,“ schon wegen des unterschiedlichen Alters. Jetzt haben wir alle fünf eine gemeinsame Sache.“

1 Kommentar

    • Frank Lo on 12. November 2011 at 20:41
    • Antworten

    Wow! Was für ein toller Artikel!
    Gemeinsame Ziele sind immer etwas ganz besonderes.
    Ich wünsche Euch daher noch viele weitere Läufe!
    Als Trainingslauf für Föhr empfehle ich den „Loop över de Kammbarg“ am 18.03.2011!

    Liebe Grüße,
    Frank

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