Mai 25

11 Mann und ein Kapitän auf Kapernfahrt im Harz

Unter Flagge der Friesenbiker trommelte Kapitän Willi Brummund eine wagemutige Mannschaft zusammen, um die Gefilde des Harzes zu erobern. Verstärkt wurde die Flotte durch die vier Floose-Freibeuter Heinz, Holger, Arne und meiner Wenigkeit (Frank). Am 20.05.2012 stach das Flaggschiff mit drei weiteren gut bewaffneten Schiffen in See. Die Überfahrt gestaltete sich problemlos, selbst die Elbe stellte keine nennenswerte Gefahr dar und nach kurzem Kampf war der Zielhafen in St. Andreasberg eingenommen. In der Festung „Hotel 4 Jahreszeiten“ richteten die Piraten ihre Zentrale ein. Kurz darauf begann die erste Feinderkundung auf den extra mitgeführten Kampfrössern.

1. Tag: 35,88 km / Aufstieg 576 Meter / Abstieg 596 Meter: Erster Feindkontakt auf ungewohntem Terrain. Aus Eigenschutz bilden wir nach einigen Kilometern zwei 6er Gruppen. Kai Meyer wird zum 1. Offizier ernannt und übernimmt die erste Gruppe.

2. Tag: 6,93 km / Aufstieg 90 Meter / Abstieg 286 Meter bis zum Feindbeschuss bei der ersten Gruppe (Reifenplatzer während der Abfahrt bei ca. 50 Sachen), wodurch ich sofort mit dem Carbonross ins trudeln gerate und kurz darauf ins Lazarett verfrachtet werde. Während der tapfere Truppenrest weiterkämpft, lasse ich meine Wunden versorgen und mit Hilfe von Thomas G. mein treues Reittier wieder herrichten. Wieviel Feindkontakt am Tagesende insgesamt tatsächlich zusammenkommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall konnte Thomas H. beim letzten Abschnitt seinen Heldenstatus beweisen, da es nur ihm gelang, die 15% Steigung zu bewältigen.

3. Tag: 81,06 km / Aufstieg 932 Meter / Abstieg 962 Meter: Trotz Kriegsverletzung wieder vollzählig. Mein Kampfross hat sich erholt und wir erobern Meter für Meter den Südharz. An der gleichen Stelle wie gestern hat das Pferd von Thomas G. etwas Kummer (Kette ab). Am späten Nachmittag wechseln wir von der Kavallerie zur Infantrie und nehmen kurzerhand die Sommerrodelbahn ein. Heino haut es glatt aus der Bahn und wird somit unser Opfer Nummer 2. Schnell verlassen wir den Kriegsschauplatz und begeben uns zur Spurensuche auf den Trail des Oderteiches. Das Gelände fordert reichlich Aufmerksamkeit. Jeder Schritt ist gut zu überlegen doch problemlos nehmen wir auch diese landschaftlich sehr reizvolle Hürde.

4. Tag: 146,68 km / Aufstieg 1.853 Meter / Abstieg 1.883 Meter: Die Chaostruppe, wie die erste Gruppe mittlerweile genannt wird, beginnt erneut mit der Schlacht. Dieses Mal jedoch nur zu fünft, da Thomas G. die gestrige Route nochmals überprüft. Heino und ich sehen recht rampuniert aus, doch ohne uns wird die Truppe kaum die Gefahren Richtung Ostharz bestehen können. Von unserer Festung gut mit Lunchpaketen verpflegt, stellen wir uns daher mutig der Herausforderung. In der Chaostruppe machen einige Kampfrösser etwas Kummer (Kette ab) und fehlende Markierungspunkte lassen uns viel zu weit vom Kurs abkommen. Dafür werden wir belohnt mit einer fantastischen Landschaft und der Gewissheit, das es den wilden Osten tatsächlich noch gibt! Die Eingeborenen versorgen uns zwar mit Wasser, sind aber noch orientierungsloser als wir. Nach 30 Kilometer Umweg sind wir endlich wieder auf Kurs. Zwischendurch immer wieder Feindkontakt, der sich in einem langen 12% Anstieg gipfelt. Kurz darauf verendet das Specialized-Kampfross von Kai (Bowdenzug gerissen) – die Chaostruppe macht ihrem Namen alle Ehre. Abgekämpft aber glücklich trudeln wir an der Festung ein und werden mit einem großartigen Essen belohnt.

5. Tag: Abreise: Der Kampf ist vorbei! Wir haben gewonnen! Der Harz gehört uns! Nächstes Jahr kommen wir wieder und verteidigen unseren Status.

 

Fazit:

Rennradfahren bei Sonne bringt tierisch viel Spaß.

Allerdings: Niemals ohne Helm, den hat’s nämlich ordentlich zerfetzt!

Vielen Dank an unser tolles Hotel „4 Jahreszeiten“ in St. Andreasberg. Was für eine Bewirtung!

Vielen Dank an Willi Brummund für die geniale Organisation.

Vielen Dank an Dirk, Thomas H., Thomas G., Michael, Heino, Manfred, Kai und alle sonstigen Friesenbiker – ihr seid echt eine coole Truppe!

3 Kommentare

    • Fam. Mar on 25. Mai 2012 at 22:14
    • Antworten

    Cooler Bericht…aber auch gruselig…die Chaostruppe! Hoffen Eure Kriegsverletzungen haben keine Auswirkungen auf die kommenden Schlachten die anstehen!
    Hört sich aber richtig gut an…was ihr da hinter Euch habt….das ruft nach: das müssen wir auch mal machen!

  1. Geiler Bericht, geile Fotos!!! Ihr seid Tiere!!!! Geile Veranstaltung!!!
    Dir Frank Dir und Deinem Schlachtross Gute Besserung!!!

    Gruß an die Friesenbiker

    Hans

    • Schätze on 12. Juni 2012 at 22:15
    • Antworten

    HAaammmmeeerr!!!! Wie Hans so schön sagt.!!! Na toll… Wir wären gerne dabei, wir wollten auch schon lange mal in den Harz!!!! Ihr seht so schön aus, und die Natur ist voll g… Geschmeidigt! Aber Arne… Mit der Mütze brauchst du dich auch nicht mehr rausputzen…, ne halbe Stunde (oder ganze) hihihi die fällt auch so ins Auge! Aber die Höhenmeter aaauuuuaaa … Tiere!!! Nächstes Jahr wollen wir mit….flo und Brummis und der rest Hut ab!!!
    Schatzi und Peter schruppi
    Mal seit langen was von mir….
    Ich arbeite dran drück

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