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Okt 01

Berlin Marathon 2012

Marathon in der Hauptstadt – das rockt!!!!!!!!!!

Völlig entspannt gleitet mein Blick aus dem Hotelzimmer vom Meininger. Perfekte Wetterbedingungen. Direkt unter mir der Vorplatz vom Hauptbahnhof, wo schon reges Treiben herrscht. Ein kontinuierlicher Strom von Marathonläufern strebt Richtung Eventgelände. Nur die Spree trennt mich vom Bundeskanzleramt und dem Reichstag. Zum siebten Mal werde ich heute beim Hauptstadtmarathon antreten, doch noch nie hatte ich so dicht am Geschehen meine Unterkunft. Vielleicht ist gerade dies der Grund, warum ich derart gelassen bin. Noch 75 Minuten bis zum Start. Ellen und Hendrik werden wach. Ich ziehe meine nagelneuen Brooks Cadence an, die ich erst Freitagabend auf der Marathonmesse gekauft habe. Lediglich der gestrige Frühstückslauf hielt zum Einlaufen her. Gemeinsam mit meiner Familie, meinem Bruder und seiner Tochter Lara (im Babyjogger) liefen wir nach 6 Kilometern ins Olympiastadion. Ein absolutes Pflichtprogramm für das perfektes Berlin-Marathonwochenende. Mittags war ich kurz im Hauptbahnhof und traf prompt auf Steffi + Mark Böckenholt, Jörg Graage, Eike Carstensen und Sönke Plöhn. Die Welt ist wahrlich ein Dorf! Kurz vor 8:00 Uhr trifft mein Bruder ein und wir schließen uns dem Läuferstrom an. Hendrik und Ellen winken uns vom Hotelzimmerfenster hinterher. Wie die Ameisen wuseln wir uns durch bis zu den Startblöcken. Fred schummelt sich mit in meinen Block „E“, da wir auf jeden Fall gemeinsam die Strecke laufen wollen. Die Favoriten werden vorgestellt. Noch fünf Minuten bis zum Start. Gänsehaut ist angesagt – was für eine Stimmung während der Countdownphase. Dann geht es los. Vor uns die sonnenbeleuchtete, gold strahlende Siegessäule. Die Party beginnt! Nicht lange und wir ziehen an den ersten Bands vorbei. Zahlreiche Musiker, Trommler, Künstler und ein lebendiges Publikum tragen uns Kilometer für Kilometer voran. Fred wundert sich, wie zügig wir vom Läuferstrom einfach mitgezogen werden. Nach einer kurzen Pinkelpause bei Kilometer 5 machen wir den nächsten Halt bei Fred’s Familie, die nach 10 Kilometern an der Strecke steht. Überrascht stellen wir an der Halbmarathonmarke fest, wie gut es uns noch geht. Meine neuen Schuhe sind perfekt – ich laufe wie auf Wolke 7. Abgelenkt durch unsere Gespräche und durch die Stimmung an der Strecke passieren wir die Kilometerpunkte. Am Wilden Eber (28 Kilomter) hören wir ein kurzes „Moin Männer“ von Pastor Jan Petersen, der gnadenlos an uns vorbeizieht und kurz darauf im vor uns liegenden Läuferfeld verschwunden ist. „Wow“, ist der schnell denke ich noch als mich die Sambatruppe in ihren Bann zieht und wir uns mit erhobenen Armen für diese Anfeuerung bedanken. Bei Kilometer 35 dann eine Schrecksekunde. An der Verpflegungsstation stolpert Fred über ein Bein und knallt hart auf den Asphalt. Sofort rappelt er sich auf und setzt sich wieder neben mich. Seine Hand greift an die Innenseite vom Oberschenkel und mir schwant übles. Doch alles ist gut, keine Zerrung – problemlos nehmen wir unser Tempo wieder auf. Bei Kilometer 37 kommt Jan erneut in Sicht. Er ist ziemlich fertig, ernennt uns aber kurzerhand zu seinen persönlichen Pacemakern für die letzten 5 Kilometer. Aus Block „F“ gestartet, läuft er auf den Namen Carsten Senger vom TSV Goldebek, von dem er den Startplatz übernommen hat. Fred hat inzwischen auch hart zu kämpfen, wie ich an seiner lauter werdenden Atmung bemerke. Nur mir geht es so gut wie selten bei einem Marathon. Sind es echt nur noch fünf Kilometer? Ich könnte glatt nochmal Dampf machen aber was gibt es später Schöneres als die Erinnerung an gemeinsame Zieleinläufe? Am Potsdamer Platz stehen Ellen und Hendrik, die mir ein Küsschen mit auf den restlichen Weg geben. Irgendwann biegen wir auf die Straße „Unter den Linden“. Das Brandenburger Tor löst wie immer die Emotionen und Glücksgefühle aus, die mich seit meiner ersten Teilnahme 2005 an diesen Lauf binden. Meine Familie jubelt mir zu und ergreifend laufe ich die letzten Meter Hand in Hand mit Fred und Jan ins Ziel! Berlin ist und bleibt meine absolute Nummer 1.

Nordfriesen in Berlin und zwei Floosies mit dabei:

Sönke Plöhn 3:03:40 (SV Enge-Sande)

Jan Petersen 3:27:00 Stunden (gestartet für Carsten Senger, TSV Goldebek)

Frank Lorenzen 3:34:27 Stunden

Fred Lorenzen 3:34:27 Stunden (SZ Arlewatt)

Joachim Wolff 3:53:17 (TSV RW Niebüll)

Stefanie Böckenholt 03:56:15 Stunden (TSV Ladelund)

Mark Böckenholt 03:56:15 Stunden (TSV Ladelund)

Eckhard Bütow 4:16:54 (TSV Mildstedt)

Malte Bütow 4:16:54 (TSV Mildstedt)

 

Einige Eindrücke vom Wochenende:

Geldautomat auf der Marathonmesse:

Frühstückslauf (Olympiastadion):

Blick vom Hotel Meininger Richtung Eventgelände:

Oktoberfest am Alex (Hendrik hat seinen Spaß):

Kurz vor dem Start treffe ich Steffi + Mark:

 

Drei Männer nach einem gemeinsamen Finish (Jan Petersen / Frank Lorenzen / Fred Lorenzen):

Überflieger Jan übertrifft seine bisherige Marathonbestzeit um 30 Minuten und läuft ganz nebenbei sogar auf der Halbmarathondistanz einen persönlichen Rekord in 01:42:33 Stunden!

 

Und hier meine jetzt eingelaufenen Brooks Cadence mit einem kleinen Tip: Ich laufe alle Lightweights stets mit einer zweiten Einlegesohle. Das geht ab!

 

Am 07.04.2013 geht das Berlin-Feeling weiter. Dann startet der größte Halbmarathon Deutschlands. An Floosies sind bereits Sandra, Anne, Ellen und ich gemeldet. Wer ebenfalls dabei sein möchte, meldet sich einfach an unter: www.berlin-halbmarathon.de. Let’s rock!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

4 Kommentare

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  1. Hans

    Broaach, 03: 27 bzw. 03:34 h seid Ihr nich ganz dicht, die Preise dermaßen zu verderben!!!

    Respekt!!!! H A M M A R !!! Ein Traum!!!! Herzliche Glückwunsch!!! Auch dass Ihr gemeinsam reingekommen seid!!! Super!!!!

    …und dann noch als Dessert so’n spannender Bericht!!!

    Sönke: 03:03 h irre!!! Glückwunsch!!

    Besonders aber Steffi und Mark, Respekt, dass ihr es gemeinsam unter der Schallgrenze geschafft habt!!!
    Gigantisch
    Euch allen Glückwunsch!!

    Hans, der Beneider!!

  2. MARZI

    Mein lieber Frank….vielen Dank für diesen tollen und emotionsvollen Bericht! Das hört sich glatt so an als wenn es ein Spaziergang ist, einen Berlin Marathon zu laufen! Berlin ist meine lieblings Großstadt, nicht nur weil mein Bruder dort lebt, sondern weil Berlin so schön und so voller Geschichte ist.
    Hammer das ihr Brüder zusammen das Ding in so einer tollen Zeit gerockt habt….Gänsehautfeeling.
    Und Jan….Hammer…..herzlichen Glückwunsch zur persönlichen Bestzeit….echt tolle Zeit!
    Trotz der Menge dort vor Ort dann auch noch zusammen zutreffen und zusammen zu finishen ist echt witzig!

    Das Ales hört sich nach einem MUSS an ;-)!

    LG Marzi

  3. Ellen Lo.

    Mein Marathon-Frank,

    das ist wirklich ein sehr sehr schöner Bericht.
    Ich habe immer noch ein leichtes Kribbeln im Bauch, wenn ich an dieses wunderbare Wochenende denke.

    Am Freitag kamen wir gegen 18:30 Uhr auf der Marathonmesse an und waren wieder mal sehr beeindruckt von den vielen Messeständen und den Menschen aus der ganzen Welt.
    Als Frank mit Jan in den hintersten Teil der Messehalle verschwand um die Startunterlagen zu holen, habe ich an der Absperrung gewartet (Hendrik hatte sich mit reingemogelt) und sah alle mit dem begehrten Beutel wieder rauskommen.
    2010 habe auch ich mir einen solchen Beutel geholt. – In diesem Jahr bin ich nur als Zuschauer und Fan gekommen. Wenn ich auch noch Tage vorher froh darüber war, nicht starten zu müssen, so war ich jetzt doch auch ein wenig traurig. 🙁
    Endlich kamen Frank und Jan mit den Startunterlagen raus und jetzt ging es erst richtig los:
    Frank brauchte natürlich dringend neue Laufschuhe – wie jedes Jahr. 😉
    Er ist auch ziemlich schnell fündig geworden und hat sich gleich zwei Paar gekauft und ein neues Startnummerband mit Handytasche und gaaanz viel Powerbar und und und.
    Glücklich und zufrieden kamen wir um 21:30 Uhr im Hotel an und freuten uns auf die Betten.

    Am nächsten Morgen ging es zum Frühstückslauf.
    Obwohl ich bereits oft mit Frank zum Marathon gefahren bin, war das jetzt erst mein zweiter Frühstückslauf und Hendrik’s Premiere. Die Stimmung war super und dieser 6 km lange Lauf ist absolut familientauglich.
    Nur zu empfehlen!
    Der Zieleinlauf auf der blauen Bahn des Olympiastadions ist gigantisch.
    Anschließend gab es Frühstück: Pfannkuchen, Selter, Rosinenbrötchen, Äpfel, Bananen,
    Müsliriegel, Joghurt usw. — alles gesponsert.
    Am Nachmittag waren wir mit Hendrik auf dem Oktoberfest am „Alex“.
    Leider fing es gegen Abend zu regnen an und wir fuhren müde und nass zurück ins Hotel.
    Frank wurde nun leicht nervös und begann akribisch seine Marathon-Sachen zu packen.
    Er legte alles schön geordnet vor sich hin und packte erst alles ein – und wieder aus – und dann wieder ein usw.
    Wie immer halt! 🙂
    Kennt ihr wahrscheinlich auch selber. 🙂
    Eigentlich kann ich sagen, war Frank diesmal echt relaxt. 🙂
    Wir durften ihn auch ansprechen – und er war auch gar nicht gereizt (wie sonst immer bei solchen Events).
    Echt schööön! Danke dafür.

    Am nächsten Morgen ließ ich ihn in Ruhe gewähren und sprach ihn erst an, als er vom Frühstück zurück kam.
    Er war sehr entspannt, hatte gut geschlafen, gut gefrühstückt und freute sich auf das bevorstehende Ereignis: Marathon-Zieleinlauf gemeinsam mit seinem Bruder Fred!
    Langsam wurde auch Hendrik wach.
    Um 8.00 Uhr wurde Frank von seinem Bruder Fred abgeholt.
    Fast hätten sich die beiden unten vor dem Hotel verpasst. Da Hendrik und ich vom Fenster aus aber einen guten Überblick hatten, haben wir das Ding gemanagt.
    Wir winkten beiden nochmals zu und machten uns auf dem Weg zum Frühstücksraum.
    Nach dem Frühstück gingen wir los an die Strecke (Kilometerpunkt 6). Leider kamen wir zu spät an.
    Frank und Fred waren bereits durch. Die beiden sind schon um 9:02 Uhr gestartet und nicht, wie angenommen, um 9:15/9:20 Uhr. Schade. 🙁
    Frank hätte sich bestimmt riesig gefreut uns zu sehen.
    Inzwischen kamen schon die ganzen Läufer aus Startblock „H“ durch.
    In diesem Startblock bin ich vor 2 Jahren gestartet.
    Ich wurde ein wenig sentimental, musste ein paar Tränen wegdrücken und langsam reifte der Entschluss heran, dass ich doch wieder Marathon laufen möchte – und zwar in Berlin.
    Da wir erst wieder beim Potsdamer Platz (Kilometerpunkt 39) an die Strecke wollten, hatten wir jetzt Zeit für uns. Wir gingen zurück zum Hauptbahnhof und waren dort – was auch sonst – shoppen.
    Leider haben wir dabei ein wenig die Zeit vergessen. Als ich das nächste Mal zur Uhr sah, machte sich leichte Panik breit. Jetzt hieß es „Hacken in denTeer“.
    Wir sind vom Hauptbahnhof bis zum Potsdamer Platz „gerannt“ (fühlte sich für mich so an), soweit die Menschenmassen das überhaupt zuließen. Dort angekommen standen wir auf der falschen Seite! Ich hatte zu Frank gesagt, wir würden rechts stehen. Aber jetzt noch die Unterführung nehmen um auf die andere Straßenseite zu kommen, würde zu lange dauern. Also hielten wir von der linken Seite aus Ausschau nach einem Mann mit schwarzem Floose-Einteiler und weißem Floose-Cap. Plötzlich sah ich Jan Petersen und jubelte ihm zu. Dass Frank bei ihm war, registrierte ich erst, als er auf mich zulief und mir ein Küsschen gab – und jetzt sah ich auch Fred. Wir freuten uns riesig. Alle 3 sahen glücklich und gesund aus. Die Stimmung am Potsdamer Platz war der Wahnsinn. Jetzt aber wieder schnell zurück zum Brandenburger Tor gerannt und dort einen guten Platz ergattert. Endlich liefen die Männer durch’s „Tor“ und strahlten vor Glück. Hand in Hand liefen die drei Nordfriesen überglücklich ins Ziel. GESCHAFFT!!! B)

    Herzlichen Glückwunsch euch DREIEN.
    Das habt ihr so super gemacht.
    Das war ein ganz toller Zieleinlauf und eine großartige Leistung von euch.

    Es hat uns gaaaaanz viel Spaß gemacht, für euch an der Strecke zu stehen.

    Und obwohl ich vorerst keinen Marathon mehr laufen wollte, hat es wahnsinnig gekribbelt.

    Für alle, die noch nie in Berlin zum Laufen waren:
    Das ist ganz großes Kino und der pure Wahnsinn.
    Das müsst ihr einfach mal erlebt haben.
    Das kann man mit Worten gar nicht beschreiben.
    Selbst die 5 Male, die ich als Zuschauer dabei war, waren echt der Hammer.
    Das ist ein irres Feeling – und zwar 4 Tage lang:
    Freitag auf der Messe,
    Samstag beim Frühstückslauf und Inlinermarathon, Bambinilauf usw.,
    Sonntag beim Marathon an und auf der Strecke und
    Montag sieht man all die strahlenden Finisher mit ihren Familien (und Medaillen) an den Sehenswürdigkeiten in der Warteschlange stehen bzw. durch die Stadt humpeln. 😉

    Im April 2013 haben Frank und ich uns zusammen mit Anne, Melle, Sandra, Steffi usw. zum Halbmararathon in Berlin angemeldet.
    Vielleicht hat der eine oder andere ja auch Lust mitzukommen.
    Und wenn’s gut läuft: Dann werden bestimmt einige bald in Berlin den Marathon laufen. B)

    P.S.: Ick freu mir!

  4. FLo

    Anmeldung zum 40. BMW BERLIN-MARATHON 2013

    Am 25. Oktober 2012 um 12 Uhr startet die Online-Anmeldung zum 40. BMW BERLIN-MARATHON am 29. September 2013. Der Teilnahmebeitrag für die ersten 10.000 Anmeldenden beträgt 60 Euro, in der nächsten Stufe 90 Euro (bis 25.000 Teilnehmer). Danach beträgt der Teilnahmebeitrag 110 Euro. Das Teilnehmerlimit liegt bei 40.000. In diesem Jahr war es bereits Anfang Dezember 2011 erreicht.

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