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Okt 01

Damp 2000……Tagebuch eines Trainingslagers der besonderen Art.

Wenn ich vor diesem Wochenende an den Ostseekurort Damp 2000 gedacht habe, dann dachte ich an Ruhe, Gelassenheit, Entspannung und Rentner. Das mag vielleicht an normalen Tagen auch der Fall sein, doch nicht an den letzten.
Denn wir, eine Gruppe von Triathleten unterschiedlichster Alters- und Leistungsklassen, hatten das große Vergnügen ein Wochenende unter professioneller Anleitung zu trainieren, zu lernen und zu genießen. Ob es im Wasser, auf der Tartanbahn oder auf der Straße war, jeder von uns wurde auf die ein oder andere Weise an seine Grenzen geführt und sogar noch ein kleinen Tick darüber hinaus.

In meinem Fall hat alles vor ca. zwei Monaten begonnen. Sandra, die Stimme unseres Vereins, hat beim Schwimmtraining ein wenig die Werbetrommel für dieses Trainingslager der besonderen Art gerührt. Zufällig stand ich grad neben ihr und wurde somit auch persönlich angesprochen. Nach kurzer Überlegung habe ich auch gleich zugesagt, denn ich dachte „irgendwie muss ich ja mal ein wenig über diesen Sport lernen, warum denn nicht da.“ Im Nachhinein  bereue ich diese Entscheidung keineswegs.
Die zwei Monate verliefen schnell und so kam es, dass ich am Freitag in Damp ankam und auf 18 Gleichgesinnte aus meinem Verein, der Fri Ööwingsfloose, traf. Nach kurzem Auspacken ging es schnell zu der offiziellen Begrüßung durch unsere Trainer im CCH. Ich merkte sofort, dass dieses Trainingslager anders wird, als jedes, das ich in der Jugend mal besucht habe. Denn wir sprachen sofort über Dinge wie Maximalpuls, Puls- und Ausdauerbereiche, aerobe und anaerobe Kapazitäten usw. Um Besprochenes gleich anzuwenden sind wir in einen, auf uns wartenden, Bus aufgesessen und zum Sportplatz ins nicht weit entfernte Eckernförde gefahren.
Dann gings los. Nach dem Warmlaufen und einer kurzen Einweisung haben wir auch schon mit den ersten Einheiten angefangen. In den nächsten 2 Stunden machten wir unter anderem Lauf ABC, verschiedene Übungen zur Ermittlung unseres Maximalpulses und wir haben versucht an einem immer schneller werdenden Fahrrad dranzubleiben.
Schon in dieser ersten Trainingseinheit wurde jeder von uns an seine Grenzen geführt, welches ja aber auch der Sinn der Sache war.
Fröhlich, dass das erste Training geschafft war, ging es dann wieder per Bustransfer nach Damp, wo wir nach kurzer Theoriestunde und leckerem Abendessen in den gemütlichen Teil unseres Trainingslagers übergegangen sind. Schon an diesem Abend konnte man merken, dass das genießen der Gemeinschaft ein starker Faktor in den nächsten 2 Tagen sein wird.

Der Samstag begann dann, wie jeder Samstag beginnen sollte, mit einem guten Frühstück und anschließendem Bustransfer in die nächstgelegene Schwimmhalle. In unserem Fall war diese in Kappeln und sollte uns die nächsten 2 Stunden für verschiedenste Übungen dienen.  Wir wurden von Unter- sowie Überwasser begutachtet, haben neue Schwimmstile gelernt, haben gelernt, dass man auch für das Schwimmen Beine braucht und haben am Ende sogar noch ein wenig für unsere Brustmuskulatur gemacht.
Zurück in Damp ging es sofort weiter mit der Auswertung des gemachten Unterwasservideos und den Verbesserungstipps unserer Trainer. Für mich war es eine sehr schöne und interessante Erfahrung sich selber schwimmen zu sehen und mit Profis über die Verbesserung des eigenen Schwimmstils zu sprechen.
Dieser Theorieteil ging dann nahtlos in die Mittagspause über, die wir nutzten um Sachen zu packen um uns dann zum Radtraining zu treffen. In diesem Radtraining habe ich als Neuling so einiges gelernt. Zum Beispiel wie es ist, nicht nach Geschwindigkeiten, sondern nach Pulsbereichen zu fahren oder was eigentlich „Kette rechts“ bedeutet und wie man so auch noch Hügel hochfahren soll.
An dieser Stelle muss ich auch noch erwähnen, dass wir trotz negativem Wetterbericht nicht einen Regentropfen abbekommen haben. Man kann also sagen, dass an diesem Wochenende alles gestimmt hat.
Nach dieser Radtrainingseinheit sind wir alle gut gelaunt zurück ins CCH gefahren um uns die Laufschuhe überzuziehen und zum Abschluss des Tages noch einen entspannenden Lauf an der Ostsee zu machen.
Selbst mir, einem Antiläufer, hat das Spaß gemacht. Genauso wie der nächste Tagesordnungspunkt, das Abendessen und Abendprogramm. Manche gingen in die Sauna, manche ließen sich von Wasserstrahlen massieren, manche genossen die Gemeinschaft und manche legten einfach nur die Beine hoch relaxten vor dem Fernseher. Also für jeden ein schöner Abend.

Am Sonntag wurde es dann ein wenig früher. Wir trafen uns um 7 Uhr in der Sporthalle zum Workshopangebot. Neben einem Brandungslauf wurden Lauf ABC und ein Flexibar- Training angeboten. Das von mir besuchte Flexibar Training bei Anja diente nicht nur der Stabilität des Körpers sondern zeigte auch, wie gut oder schlecht die eigene Feinmotorik war. Hiernach stand aber nur noch eine kleine Videoaufnahme unseres Laufstils auf dem Programm und schon konnten wir frühstücken gehen.
Nach einer kleinen Videoaufnahme beim Laufen und dem Frühstück kam auch schon der Höhepunkt des Tages. Dass Koppeltraining.
Nach der Gruppeneinteilung ging es auch schon los:
Zum Rad laufen, anziehen, Rad nehmen, aus der Wechselzone laufen, aufs Rad, schnell, aber im Pulsbereich fahren, runter vom Rad, Helm ab, Laufschuhe an und laufen!
Fast wie ein richtiger Triathlon.
Ich war am Ende, aber begeistert. Ich war nicht nur froh über das geschaffte, sondern auch froh, dass ich in so kurzer Zeit so viel lernen konnte. Das wurde dann auch noch durch die anschließende Laufstilanalyse verstärkt. Leider war es dann auch schon so weit. Das Floose-Trainingslager 2012 war beendet.

Ich möchte mich zum Abschluss nochmal bei unseren super Trainern Anja, Frauke, Torge und Christoph bedanken, dass sie uns so viele Tipps, Verbesserungen und neue Trainingsinhalte mit auf den Weg geben konnten und einfach, dass sie so lieb und geduldig mit uns waren, Danke.

Ich kann nur jedem empfehlen auch so ein Trainingslager zu besuchen, ich würde gerne wiederkommen.

Gruß Momme

5 Kommentare

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  1. MARZI

    WOW Momme, dein Bericht ist toll zu lesen und ruft in mir Bilder vom letzten Jahr vors Auge.
    Schön das auch das Wetter mitgespielt hat.
    Hoffe ihr habt alle ordentlich Muskelkater mit im Gepäck zurück. 😉

    Danke für diesen tollen und schnellen Bericht, Momme!!

  2. FLo

    Ach ja – was war das letztes Jahr cool!
    Mit Schrecken erinnere ich mich allerdings noch an das Stabi-Training.
    Zum Glück hat die gute Verpflegung alles ausgeglichen!
    Wie man auf Facebook und hier ließt, hattet Ihr auch dieses Jahr ’ne Menge Spaß!

    Schöner Bericht, Momme!

  3. Hans

    Schöner Bericht, Mo!!! ….Auch Dir ein herzliches Willkommen unter den Autoren!!

    Schön dass Ihr so viel Spaß hattet und dass anscheinend Verletzungen ausgeblieben sind!!
    Schön, dass Du Sandra es wieder organisiert hast!!

    Nun pflegt alle erstmal Eure Muskelkater!!

    Grüße Euch!!!
    Hans

  4. Inke Andresen

    Das war ein super Wochenende mit euch,
    hat mir sehr viel Spaß gemacht.
    Bei Wiederholung des Conconi-Tests würde ich gerne wieder dabei sein.

    Dein Bericht hört sich echt gut an, Momme!

    Liebe Grüße
    Inke

  5. Reiner

    Hi Momme…
    Ja, super geiler Bericht, man „trainingslagert“ ja richtig mit!! Vor drei und vier Jahren habe ich das auch schon genießen dürfen, damals noch unter B&T Team… eine feine Sache! Hatten aber auch viel Spinning an dem WE, ihr gar nicht? So… und nun wieder auf’s Studium konzentrieren, hörst du??? Höhöööööö…

    Gruß Reiner

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