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Jun 23

21. Hella Halbmarathon Hamburg

Im Shuttlebus zum Start

Im Shuttlebus zum Start

Vor dem Start!

Vor dem Start!

Erlebnisbericht:

Geschafft!“, freue ich mich und laufe im Zielbogen über die letzte Zeitmessmatte.
Um mich herum ein Getöse aus Jubel, Anfeuerung und Beglückwünschung.
21,0975 Kilometer durch Hamburg bei traumhaften Laufwetter.
Ohne die sonst so gewohnte Brise, empfinden wir Nordfriesen es jedoch schon als viel zu warm.
Wie es Ellen wohl gerade geht?“, wandern die Gedanken zu meiner Frau.

Laufrückblick:
Gemeinsam mit Sandra, Inga und Jessica (den „LA Chicks“) starten wir im hintersten Abschnitt auf der feiernden Reeperbahn.
Jan ist inkognito als „Urte“ unterwegs, trägt Startnummer 1146 und zwei mit Gas gefüllte Luftballons.
Nach der gestrigen Anreise auf Rad (185 Kilometer), hat er für heute lediglich einen lockeren Trainingslauf geplant.
Somit übernimmt er für die Chicks die Rolle vom Pacemaker, Motivator und Wasserträger.
Als wir die Startlinie passieren, zeigt die Bruttouhr bereits 4:40 Minuten an.
Ich verabschiede mich, um meinen eigenen Rhythmus zu finden.
Im Gewusel der Menschenmasse ist dieses aber gar nicht so einfach.
Mit Tempovorstößen im ständigen Zickzack suche ich permanent nach Lücken, um mir einen Weg nach vorne zu bohren.
Ich treffe auf meine Vereinskameraden vom TSV Goldebek und freue mich über weitere, bekannte Gesichter aus der nördlichsten Ausdauersportszene.
Vom Streckenrand werden wir vom Publikum angefeuert.
Zweimal sehe ich auch Eva und Jutta am Rand stehen, die auf ihre Männer Maik und Carsten warten.
Den Streckenkurs finde ich einfach super.
Gestartet auf Hamburgs sündigster Meile, zeigt die Stadt ihre unterschiedlichen Facetten.
Wir laufen vorbei am Fischmarkt, entlang der Hafenstraße, vorbei an der Speicherstadt und tauchen ab in den Wallringtunnel.
Zwischen Binnen- und Außenalster dient die Kennedybrücke als Wendestrecke, wo das Team Erdinger Alkoholfrei mit einer Motivationsbühne für ordentlich Stimmung sorgt.
Weiter geht es gegen den Uhrzeigersinn um die Alster herum, entlang wohlsituierter Straßen mit reichlich parkenden Luxuslimousinen oder Sportwagen.
Kilometer für Kilometer arbeitet sich die Läufermasse dem Ziel auf der Rothenbaumchaussee entgegen.
Eine letzte Kuppe ist zu bezwingen und dann taucht schließlich der Zieleinlaufbogen auf.
Zuschauermassen verengen den Einlaufkanal drastisch.
Frenetisch wird man ins Ziel getragen.
Einfach irre!

Nach kurzer Regeneration tausche ich den Leihchip gegen meine Medaille, verlasse den Zielbereich und laufe dem Läuferstrom locker am Rand entgegen.
Ich sehe Vereinskameraden auf ihren letzen Metern, motiviere Unbekannte und treffe 2,5 Kilometer vor dem Ziel auf meine Ellen.
Erneut schließe ich mich der Masse an.
Wenig später laufe ich ein zweites Mal durchs Ziel, jetzt aber voller Stolz gemeinsam mit meiner Frau an der Hand.
Gänsehautfeeling!
Kurz darauf trifft auch Jan zusammen mit Inga und Jessica ein.
Weitere 3 Minuten später empfangen wir auch Sandra im Ziel.

Ein tolles Erlebnis!
Alle sind gut durchgekommen.
Ellen und Sandra sogar mit neuer persönlicher Bestzeit auf der Halbmarathondistanz.

Erst später lese ich in der Ergebnisliste, dass mit Volker Detjens ein weiterer „Floose“ in Hamburg dabei war.

Vielen Dank für das tolle Wochenende und herzlichen Glückwunsch an alle Finisher!

Ergebnisse (netto):

1:35:08 Frank Lorenzen

1:44:23 Volker Detjens

2:15:13 Ellen Lorenzen

2:15:47 Jessica Bahnsen

2:16:27 Jan Sievers (alias Urte Fedders)

2:16:28 Inga Kakeldey

2:19:51 Sandra Sievers

Direkt nach dem Zieleinlauf!

Direkt nach dem Zieleinlauf!

 

Erdinger Alkoholfrei für die Finisher!

Erdinger Alkoholfrei für die Finisher!

3 Kommentare

  1. team deter

    sehr gut gemacht! Danke für den Bericht.

  2. Mensch

    Nun nochmal KURZ aus meiner Sicht:
    – Hamburg -Sonne – 22Grad – ba wie heiß is datt denn hier? Hätte der Sommer nicht noch 3 Stunden warten können? Ich hasse es in der Wärme zu laufen!! – Ziel ist bei der wärme nur noch ankommen!! – bis 15 km alles gut, konnte an Jan und den Chicks dran bleiben – mein Gedanke: geht es hier nur noch Bergauf? – dann ätzende Hitze! Ich sag nur wieder „ba is datt heiß!“ – Wasser ins Genick -ahhhh das tut gut – km 17 kein Bock mehr – Luftballons von Jan 100 Meter vor mir – nach der nächsten Kurve, die Bestätigung: ja es geht wirklich nur noch Bergauf!!!! -ba ätzend warm!!- wann kommt endlich das Ziel??? -Gedanke ist: 17 KM schon hinter mir, ankommen ist möglich! – Plötzlich ist die Scheiss Sonne weg und ich bin klitschnass!! – mir ist kalt! – Tja da bin ich dann mal wieder ein Mädchen! Mir kann man es nicht Recht machen 😉 – km 20 wo ist das verdammte Ziel – Scheisse Die Luftballons kommen auf mich zu! – muss andere Drogen nehmen, damit ich Hasen sehe (sehen lustiger aus als schwebende Luftballons – ach ne, das ist ja nur Jan! -anderen sind also schon im Ziel juhu, hab eine Palette Mokai gewonnen (lange Geschichte) – muss echt an mir arbeiten, wenn ich jetzt, bei Kilometer 20 an Schnaps denken muss!!! – Da, das Ziel ist in Sicht endlich! – Jan fängt an mit mir zu diskutieren! Echt jetzt??? Jan: „bist gleich da!!!“ Ich denke: Halt den Mund und lass mich in Ruhe! -Jan: „du kannst unter 2:20 bleiben!!“ -ich denke: KANN unter 2:20???? –
    Meine Ziele an dem Tag: 1. Ziel: nur ankommen 2. Ziel: unter 2:30!!! – 3. Ziel: Schapszahl 2:22!! (Bestzeit für mich) – Scheisse ich muss sprinten den Rest – Arschbacken zusammen, Schmerzen schnell wegatmen ( so wie bei Geburtswehen) und los!!! – Endzeit 2:19!!!! Jipi 5 Minnuten schneller als meine Bestzeit! (nicht lachen, ist so!! Ich weiß ihr könnt schneller, aber ich habe nie behauptet, dass ich eine gute Läuferin bin! 😉 ). – duschen – Mc Doof – für unterwegs mit Frank ein Mokai!
    Man war datt schööö!
    Aber Frank, wo hast du die ganzen Sachen gesehen??? Ich hab keinen Fischmarkt gesehen noch gerochen!! Sportwagen hab ich auch keine gesehen! Obwohl ich nicht immer auf den Boden geschaut habe!! 😉
    Oh man, muss mehr an mich arbeiten! (Mehr Mokai vorher oder so!?) Bin für Tipps sehr dankbar!
    Es war eine schöne Veranstaltung, und wir waren eine tolle Truppe!!!
    Ich würde jederzeit wieder mit euch ein laufendes Wochenende verbringen!! DANKE!!!!!

    1. Mensch

      Ach ja, das war natürlich nicht Mensch (Jan) sondern seine „Osche“ (Sandra) 😉

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