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Aug 25

Jever Fun Lauf + Havenloop Zierikzee + Duo 1/2 Marathon Putten

12 Tage sportlicher Campingtrip

Am frühen Morgen, direkt nach dem Lindewitter Triathlon, startet unsere Campingtour mit der kleinen Eribelle.
Im Ochtum Park bei Bremen machen wir einen Zwischenstop und stöbern durch einige der 45 ansässigen Outletshops.
Viele namhafte Sportartikelhersteller sowie B.O.C. sind hier vertreten.
Erst gegen Abend sind wir auf der Suche nach einem Campingplatz.
In Schortens (bei Jever) werden wir fündig.
Ein gemütlicher, kleiner und sauberer Campingplatz, direkt neben einem schönen Naturbadesee.
Am nächsten Morgen dreht Ellen mit mir die erste Urlaubs-Laufeinheit und wir erkunden die Gegend.
Im Ort springt uns ein Werbebanner vom Jever Fun Lauf entgegen, der nur zwei Tage später direkt in Schortens stattfindet.
Spontan beschließen wir, unseren Aufenthalt etwas zu verlängern, um an diesem Laufevent teilzunehmen.
Neben Laufen, Baden und Radfahren nutzen wir die Gelegenheit, um die nur 4 Kilometer entfernte Brauerei in Jever zu besichtigen.

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29. Internationaler Schortenser Jever Fun Lauf
Eine echte Traditionsveranstaltung auf höchstem Niveau, die zudem viele Breitensportler von nah und fern anzieht.
Vom 400 Meter Bambinilauf bis zum Hauptlauf über 10 englische Meilen ist für jeden etwas dabei.
Der gesamte Ort verwandelt sich in ein Läuferparadies und zahlreiche Anwohner säumen mit ihren Gartenpartys die Laufstrecke.
Was für eine Atmosphäre!
Wir melden uns für den Hauptlauf nach, bei dem wir vier Runden zu laufen haben.
Das Spitzenfeld ist eine Klasse für sich.
Gnadenlos werde ich in der dritten Runde von mehreren Cracks überrundet.
Staunend verfolge ich, mit welchem Tempo die Afrikaner davon ziehen.
Charles Charuiyot aus Kenia läuft schließlich als Sieger nach 46:40 Minuten ins Ziel, da hat Ellen noch ganze zwei Runden zu absolvieren.
Zwei Kilometer vor dem Ziel überrunde ich Ellen, die super zufrieden mit ihrem Durchschnittstempo ist.
Später stärken wir uns an der kostenlosen Jever Fun Theke und freuen uns über die Teilnahme an diesem exklusiven Event.

Am nächsten Tag reisen wir weiter in die Niederlande.
Abends erreichen wir im Regen Amsterdam, wo wir jedoch Probleme bekommen, einen Campingplatz zu finden.
Schließlich klappt es doch noch, allerdings dürfen wir kein Vorzelt aufbauen und die sanitären Anlagen lassen auch zu wünschen übrig.
Kein Platz zum Verweilen, so dass wir uns keine Laufeinheit leisten, sondern gleich am nächsten Morgen wieder auf die Reise gehen.
So ungemütlich und verregnet haben wir uns den 20. Hochzeitstag eigentlich nicht vorgestellt.
Die Wetterkarte führt uns mit der besten Wetteraussicht immer weiter in den Süden von Holland.
Wir tanken in Den Haag, kommen durch Rotterdam und steuern schließlich die Halbinsel Schouwen an, wo wir einen tollen Campingplatz, direkt an der Nordsee finden.
Landschaftlich ist die Insel vergleichbar mit Amrum und Sylt.
Der kilometerlange Sandstrand ist perfekt für unser gemeinsames, tägliches Lauftraining geeignet.
Dazu kommt die anspruchsvolle Dünenlandschaft und ein großes Waldgebiet mit zahlreichen, markierten Routen.
Auch das Radfahrnetz ist phänomenal gut ausgebaut.
Hier fühlen wir uns wohl.
Erneut werden wir auf eine Laufveranstaltung aufmerksam, die im Rahmen der Hafentage von Zierikzee nur wenige Kilometer entfernt stattfinden soll.
Und obwohl ich am Morgen bereits mit Ellen einen 10 Kilometerlauf gemacht habe, lasse ich mir so eine Chance nicht entgehen.

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Zwei Deutsche beim Havenloop in Zierikzee

Zwei Deutsche beim Havenloop in Zierikzee

2e Havenloop Zierikzee (8,1 km)
Wir kommen in eine wunderschöne Kleinstadt, in der allerdings noch nichts von einer Laufveranstaltung zu sehen ist.
Auf der Suche nach dem Start/Ziel und einer Nachmeldemöglichkeit, fragen wir uns durch und lernen Stefan Windhaber mit seiner Familie kennen.
Stefan ist der einzige, weitere Deutsche im holländischen Teilnehmerfeld.
Lediglich ein paar Belgier sind noch mit dabei.
In den Niederlanden hat man eindeutig mehr Gelassenheit als in Deutschland.
Erst eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn, regt sich etwas.
In aller Gemütlichkeit wird die Laufstrecke hergerichtet und problemlos melde ich mich an einem Stehtisch mit Sonnenschirm nach.
Langsam trudeln die Läufer ein.
Als Umziehkabine steht um die Ecke eine leer stehende Wohnung zur Verfügung.
Dann geht es los.
Drei Runden und insgesamt 8,1 Kilometer liegen vor mir.
Den ersten Kilometer versuche ich noch an der Spitze mitzulaufen, doch das Tempo ist eindeutig zu hoch.
Die Hafenkulisse und die Stimmung ist einfach traumhaft.
Vor den Häusern sitzen die Menschen auf Bänken und Stühlen und feuern die Sportler an.
Nach 32:30 Minuten laufe ich auf Platz 8 liegend ins Ziel.
Das Red Bull Team wartet bereits und drückt jedem Finisher eine Dose dieses gewöhnungsbedürftigen Getränks in die Hand.
Es gibt zwar keine Verpflegung, keine Urkunde und keine Medaille aber trotzdem ist dieser Lauf ein echtes Schmankerl.
Zur Siegerehrung erhalten lediglich die ersten drei Männer und Frauen eine Auszeichnung sowie ein Präsent.

Am nächsten Tag geht es weiter in die Provinz Gelderland nach Putten, wo wir gemeinsam mit Hendrik am Duo ½ Marathon teilnehmen wollen.
Bei Familie Rik Timmer dürfen wir unser Lager aufschlagen und werden zudem fürstlich durch ein großes Barbecue versorgt.
Es ist schön die Menschen wieder zu sehen, mit denen ich im Frühjahr eine unvergessliche Woche während des Putten-Ladelund-Loops verbringen durfte.
Auch Thorsten Hansen ist für diese erneute Begegnung extra aus Hamburg nach Putten gekommen.
Am Sonnabend geht es dann nach dem Frühstück gemeinsam mit dem Rad zur Startnummernausgabe auf den Kirch- bzw. Rathausplatz.

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Aron, Frank, Ellen, Hendrik und Thorsten

Aron, Frank, Ellen, Hendrik und Thorsten im Ziel

Duo ½ Marathon Putten
Wasser und Iso ist man ja gewohnt aber dazu noch Wein, Suppe, Schokolade, Poffertjes, Bier, Wurst und holländische Kroketten als Strecken- bzw. Zielverpflegung bei einem Halbmarathon?
Jede einzelne Verpflegungsstation auf der Strecke ist eine echte Überraschung und sorgt für ein ganz besonderes Erlebnis.
Anstatt des sportlichen Ehrgeizes, steht Spaß und Genießen im Vordergrund.
Damit auch weniger gut trainierte Personen die Halbmarathondistanz schaffen, darf nur als Duoteam mit einem Läufer und einem Radfahrer gestartet werden.
Zwischendurch kann man beliebig oft wechseln, jedoch muss man stets als Duoteam zusammen bleiben.
Für Ellen hatte sich leider kein Radfahrer (Fietser) gefunden, so dass wir nach Absprache mit dem Orgateam als Trioteam starten.
Ellen läuft die komplette Strecke, während ich auch mal mit Hendrik wechsel.
Neben den bereits erwähnten Verkostungen gibt es Livemusik, Tierbeobachtungen, Tanzeinlagen und sogar einen kleinen, ferngesteuerten Heißluftballon.
Alles eingebettet in einer wunderschönen Landschaft aus Heide und Wald.
Am Ziel erwartet uns ein Shanty-Festival, welches für eine ausgelassene Stimmung sorgt.
Letztlich benötigen wir durch die häufigen Stationen für die gesamte Strecke etwas mehr als 3 Stunden.
Was für ein grandioses Spektakel, bei dem ein Highlight nach dem anderen folgt.
Ein wirklich gelungene Veranstaltung!

Abschied von Familie Timmer

Abschied von Familie Timmer

Am darauf folgenden Tag treten wir die Rückreise an und verabschieden uns von Familie Timmer.
Wir sind uns einig: Die Niederlande ist immer eine Reise wert und sicherlich werden wir dieses Land noch öfter bereisen.
Vor allem die sehr gut ausgebauten Radwege (Fietspad), locken zu einem ausgedehnten Radfahrurlaub.
Vielen Dank an Familie Timmer für die Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeit in Putten.
Vielen Dank an Marieke, Michel und das gesamte Orgateam vom Duo ½ Marathon Putten.
Vielen Dank an Ellen und Hendrik für diesen besonderen Trip.

3 Kommentare

  1. Marzi

    Toller Urlaubs-Sport Bericht…Dank Frank…..hört sich nach einem ganz besonderem Urlaub zum 20. Hochzeitstag an…Sport verbindet und ich finde Euch einfach cool….denn euch merkt man förmlich an das es euch einfach Spaß macht aktiv zu sein.
    Da steht einem tollen Marathon in Berlin dann ja nicht im Wege, bei so einer tollen Vorbereitung!

    Schön das ihr auch ein Teil der Floose seid und wir hier immer auf neues Überrascht werden mit solchen Berichten!

  2. team deter

    irre, vor allem die Duo-Geschichte…..und wir wollen an unserem 20. Hochzeitstag einfach nur Wein trinken……natürlich auch im Duo und reichlich! Danke Frank

  3. "Ei"ke

    Was für eine Reise!!! Klasse!!! Tolle Erlebnisse, die ihr so schnell nicht vergessen werdet … !!!
    Vielen dank für diesen schönen Bericht.

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