Aug 20

Tri Island Triathlon Amrum-Föhr-Sylt

Tri Island Triathlon Amrum-Föhr-Sylt

 

Diese Reise lässt sich in einem Wort zusammenfassen: HAMMER!!! Was wir hier erleben durften gehört sicher zu den besten, aber auch anstrengendsten Events der letzten Jahre: Der Red Bull Tri Islands Triathlon

 

Am Sonntagmorgen ging es mit der Fähre von Dagebüll nach Amrum und wir waren mit einer kleinen Nordlichter-Delegation von ca. 15 Sportlern dabei. Mit jedem Kilometer wuchs die Spannung, denn wir hatten keinen Schimmer, was uns erwartet. Zwar war im Vorfeld viel zu lesen, aber wie genau und ob alles klappt, das sollten wir erst noch herausfinden.

Die Organisation des Events war spitzenmäßig, das alles in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen ist eine echte Meisterleistung. Jeder Beutel war da, wo er hingehörte (Danke Coco und Panse), der Zeitplan stimmte genau und so watschelten wir in einem Zug von 338 Neoprenträgern vom Bushaltepunkt zur Nordspitze von Amrum, wo wir uns kurze Zeit später in die lauschig warme Nordsee stürzen durften.

Von wegen die Hälfte der Strecke kann gelaufen werden: Es war viel Wasser, und viele Wellen, und deutlich mehr Strömung als erwartet. Zudem wurde die Strömungsrichtung vorher falsch angesagt und so landeten einige Sportler teilweise 1km nördlich vom eigentlichen Ziel. Die theoretischen 1,9km Luftlinie und prognostizierten 2,5 Schwimmkilometer bewegten sich nach Auswertung vieler GPS-Uhren eher im Bereich von 3,2-3,7 km (mit Ausreißern bis zu 5,2km nach oben).

Aber der Empfang auf Föhr war alle Strapazen wert: So viele Zuschauer gibt es sonst vielleicht am Berg in Roth oder auf dem Hamburger Rathausplatz. Hunderte Zuschauer feuerten uns frenetisch an, ich habe so etwas tolle noch nicht erlebt. Wahnsinn!! Als ob man gerade Hawaii gewonnen hätte. Viele bekannte Gesichter unter den Helfern dann in der Wechselzone: Udo, Festus, Henning, Mölle….

Dann ging aufs Rad und aufgrund der deutlich längeren Schwimmzeit kam dann schon ein wenig Druck auf: Denn nach 2:50h war Deadline für das Erreichen der Boote nach Sylt. Also reingehaun, keinen Blick für die schöne- aber auch üblich-nordfriesische Landschaft und hoffentlich ohne Panne zurück zur Wechselzone.

Das Schönste: Alle Sportler aus unserer Gruppe haben den „Cut“ geschafft und durften dann den nächsten Hammer genießen: Eine Überfahrt mit 250 PS starken RIB-Booten von Föhr nach Hörnum. Bei richtig Seegang und einer echt frischen Brise war das die Extra-Portion Action an diesem Tag.

Und auf Sylt dann gleich der nächste große Empfang: Vom Boot ging es direkt durch die vielen Zuschauer auf die wundervolle Laufstrecke, die es in sich hatte: Zunächst 4 km gegen den Wind, zwischendrin die echt üble Bergwertung absolvieren und dann zurück durch die Dünen und 3 Kilometer am Strand entlang. Endlose 3 Kilometer. Motivierend waren aber wiederum die bekannten Gesichter unter den Helfern an der Strecke: Levke trotze dem Wind in den Dünen und Hans und Kai-Uwe empfingen uns dann 300 Meter vor dem Ziel, das kurz vor Schluss nochmals gut durch kniehohen Sand geschützt war.

Wahnsinn. Das war keine kleine Olympische Distanz, sondern ein echter Kampf, der bei den meisten von uns ca. 4 Stunden dauerte.

Schaut Euch die zahlreichen Berichte von NDR, RTL, SHZ etc. an. Atemberaubend.

Auf der Zugfahrt nach Hause gab es dann die verdiente Hopfenkaltschorle mit allen nordfriesischen Sportlern und Helfern zusammen. Ein toller Tag mit tollen Leuten!

 

Vielen Dank an die ganzen fleißigen Helfer. Nächstes Jahr ist Wiederholung. Wer dann nicht mitmacht, ist selber schuld!

 

Euer Lars „Wechselzonenstaging“ Neugebauer

Kurz vor der Wettkampfbesprechung auf dem Oberdeck

Kurz vor der Wettkampfbesprechung auf dem Oberdeck

Beste Stimmung bei der Überfahrt

Beste Stimmung bei der Überfahrt

Vor dem Start mit Daniel Unger

Vor dem Start mit Daniel Unger

9 Friesen und ein Flens: Peter, Jutta, Kitty, Marc, Timo, Lars, Mausi, Sören, Jens und Hanna, die spätere Siegerin bei den Damen

9 Friesen und ein Flens: Peter, Jutta, Kitty, Marc, Timo, Lars, Mausi, Sören, Jens und Hanna, die spätere Siegerin bei den Damen

Im Ziel mit Daniel Unger

Im Ziel mit Daniel Unger

 

5 Kommentare

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    • Stephan on 20. August 2015 at 21:09
    • Antworten

    Danke für den tollen Bericht!

    Ich hatte wieder einmal Gänsehaut. Ich freue mich für euch, dass ihr diese Erfahrung gemacht habt!

    Macht weiter so!

    Stephan

    • Marzi on 23. August 2015 at 17:50
    • Antworten

    Hammer….. Hört sich echt gut an!

    Danke Lars für den Bericht und die Fotos!

    Glückwunsch euch Abenteuerlustigen Nordfriesen…..was wäre es langweilig ohne Euch ;-))!!!

  1. Ohauaha – geiler Bericht aber die Schwimmstrecke schreckt mich dennoch irgendwie ab.
    Ansonsten aber echt cool, wie man auch den ganzen Facebookkommentaren entnehmen kann.
    Glückwunsch an alle Finisher!

    • Jutta on 5. September 2015 at 05:35
    • Antworten

    Toller Bericht du hast den Nagel auf den Kopf getroffen Das waren auch meine Empfindungen Nächsters Jahr bin auch ich wieder dabei

  2. Bald ist es ja schon wieder soweit. Sind Sie 2016 auch beim Tri Islands dabei? Wir werden auf jeden Fall wieder am Streckenrand stehen und die Teilnehmer anfeuern; das Ganze ist ja auch eine gewisse Strapaze für alle, die mitmachen. Da kann man seinen Respekt am besten zollen, indem man sich den Wettbewerb live anschaut und ein bisschen Motivation spendet.
    Ich wünsche Ihnen viel Glück und Durchhaltevermögen, wenn Sie wieder an den Start gehen sollten.

    Viele Grüße,
    C. Kreuseler

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