Jun 21

Aus dem Windschatten ins Ziel TrOslo

543 Kilometer und ca. 4000 Höhenmeter in 23,27 Std, wir haben es getan!

Nach der Fähreinheit und der Tagesreise (mit dem Auto) von Oslo nach Trondheim führte
die unvermeidbare Streckenbesichtigung nicht zu Ehrfurcht sondern zu Angst.
Angst vor dem Berg, Angst vor dem Material, Angst vor dem Körper, Angst umfassend und am schlimmsten immer die Angst vor der Angst.
Wir fühlten uns unendlich klein vor dem Berg, vor dem Vorhaben, einfach vor allem.
Außer Plan schickte Bernhard Darwin uns vorerst alleine auf die Reise und sorgte erst kurz vorm Startschuss für Aktion im Karton.
Er hat sowieso am meisten Schuld und wenn er nicht da ist, ist er sowieso immer Schuld.
Schuld, das wir unserer Angst begegneten; Schuld, das es kein zurück mehr gab; Schuld, das er uns vorerst fehlte, denn das tat er!
So blieben uns bis zu seinem Anflug in Trondheim die Worte:
„90% Kopfsache, der Rest ist mental“ oder auch „erst wird es kräftig anstrengend (160 km bergauf) und dann zieht es sich (300km) “

Wo wir aber schon mal da waren, wurde natürlich gestartet, irgendwas schafft man(n) immer, irgendwas geht immer.
Hansi ist schon längst zu stark, seinen Körper abzuschiessen, Jutta will sowieso was sie will, Rüdiger sprudelte verbal und körperlich bis ins Ziel,
Heinz favourisiert die Teamleistung und Heino wollte nur ins Ziel.
Team Deter war diesmal der Schwachpunkt, drei von vier Knien wussten nicht was das soll und Knie vier schloss sich irgendwann der Mehrheit an.
Es tat weh, es tat lange weh, es tat kräftig weh und es zog sich!

Keine Anstrengung der Welt nimmt die Freude über eine Elli mit Pudelmütze am Rande,
eine Kitty, die fast so schrecklich lacht wie ich,
einen Ocke, der aus Langeweile erstmal ein Jahr älter wurde,
einer Bernhard Darwin, der uns ungeduldig immer wieder auf den Sattel schickte,
einen Coco, den man gut gebrauchen kann und wenn mann ihn nicht braucht ist noch besser und am besten ist, wenn er trotzdem da ist,
denn wenn sie alle am Straßenrande die Fahnen schwenken, dann tun sie einfach nur gut und das taten sie!

Sportlich, touristisch, emotional und menschlich sprengen meine Gedanken noch jede Tastatur,
mir fehlen – was nicht oft vorkommt – die Worte.
Details gerne auf altmodischer Augenhöhe und nochmehr gerne bei kräftigem Rotwein, wir sind stolz auf unsere Tränen.
Wir haben es noch nicht begriffen, aber wir haben es getan!

So wurde aus Angst wieder Ehrfurcht.
Wir sind jetzt groß und werden nix anders machen, als wo wir noch klein und ängstlich waren.

von der Mittelkonsole (vorne rechts saß Elli)
aus dem Team TrOslo
Troslo1

Troslo2

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troslo4

und immer wieder „Danke“ an die Betreuer!!!!!

und zu den 238 Nachrichten: Ich schlafe nicht auf dem Bauch!

3 Kommentare

  1. IRRRRRRREEEEEE!!!!
    Ihr seid der Hammer!
    Unglaublich, dass ich das geschafft habt!
    Wahnsinn!
    Bin so gespannt auf die Details …. bei Rotwein 🙂

  2. Wer VorneRechts kennt….weiß das Sie gut was wegstecken kann und absolute Kämpferin ist die vieles nimmt wie es ist. Als ich hier deine Worte lass, liebe Christa…..wieviel Erfurcht und tapfere Schweißperlen es gekostet hat diese 24std gut zu überstehen, wusste ich „Das war extrem Hart!“

    Als wir dann telefonierten war ich erstaunt… Ihr seid die Härtesten….wirklich! Hammer was ihr da geleistet habt!
    Auch die Betreuer!

    Hut ab und mein höchsten Respekt! Es bleibt euch unvergessen!

  3. Das Ganze ist so verrückt, dass man annehmen könnte, das es sich hier um eine Verschwörung wie bei der Mondlandung handelt. Ihr habt euch in irgendeiner Scheune oder ähnlichem eingeschlossen und die Bilder sind alle nur gefaked.

    Und die Jungs in Oliv sind irgendwelche ehemaligen Untergebenen aus Bernhard´s früherem Leben.

    Was kommt als nächstes? Einmal um England herumschwimmen? Ne, das wäre eher was für „Jens“.

    Ich bin gespannt auf die nächsten Heldentaten.

    Erholt euch gut.

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