Sep 14

Medoc-Marathon

Bordeaux, eine französische Großstadt, das politische, wirtschaftliche und -man höre-
geistige Zentrum des südwestlichen Landes. Die Stadt hat ca. 250T Einwohner und war zeitweise
Regierungssitz Frankreichs, was ihr bis heute zum Ruf „heimliche Hauptstadt“ verholfen hat.
Wer mehr dazu wissen möchte, fragt Eike nach Quentin (gesprochen Kwongtoohn), der Franzose,
mit dem sich weibliche Sportler über 15 min unterhalten können.

Nun zum Wesentlichen: Bordeaux kann man trinken und viel wichtiger man kann ihn feiern.
Der Medoc-Marathon ist auch die geniale Präsentation eines landwirtschaftlichen Produktes
nebst des produzierenden Volkes, ihrer Lebensweise und Kultur.
Hier finden sich unzählige überwiegend Verrückte ein, um sich bereits beim Vornudeln
tanzend zu erwärmen und das wohlbemerkt bei Tageslicht.
Fortsetzend wird tanzend gestartet und auch zwischendurch tanzend aufgelockert.
Die landestypische Beköstigung reicht von Früchten,
deren Name nur unsere weitgereiste Kerrin kennt, über Eis, Entrecote,
Austern, Käse und natürlich und vor allem Bordeaux (gesprochen Bordoooohh).
Es wird sich hier in allen Sprachen unterhalten, nur weiß hinterher keiner worüber
und aufgrund der Verkleidungen eigentlich auch nicht mit wem.
Die Verbindung von Kulinarischem, Sport, Wein, Musik und Tanz
sollte jedoch keinesfalls in ihrer Anstrengung unterschätzt werden.
Ein Marathon bleibt ein Marathon und der längste heißt nicht ohne Grund der Längste.
Unser geplanter Zieleinlauf 6:28 wurde abgesehen von Ersttäter Claus nicht nur wegen des
Staus zum offiziellen Zielschluss 6:30 und meines Trödelns beim Eisessen verfehlt,
auch die musikalissche Auseindersetzung mit Jane Fondas „I want to ride your bicykle“
ließ Queen Eike auf dem Klapprad vorübergehend erstarren.
Wer mehr dazu wissen möchte, fragt Eike nach Jane Fonda (gesprochen Djähhn Fonnda).

Es ist wie beim Feiern, auf einmal ist alles zu Ende und wir waren eigentlich noch gar nicht fertig:)
Diesen Marathon läuft man nicht unter 3 Stunden, Ziel ist unter 3 Promille.
Ob wir das geschafft haben, weiß man nicht,
da moderne Sportuhren dieses Ergebnis gar nicht messen können.
Ich verzichte daher weiterhin auf diesen Quatsch.
Den FlooseZeitfahrhelm wegen mangelnder Ernsthaftigkeit -nochmals danke Jan-
habe wohl nicht nur ich redlich verdient, eben drum:

Sport verbindet, oder war es der Wein??

soviel (Text und doch nur ein Bruchteil) aus dem Team Deter
…….wer mehr wissen will………….bringt mir Bordeaux!

2 Kommentare

    • Jutta u Ocke on 14. September 2017 at 12:23
    • Antworten

    Vielen Dank Christa für den tollen Bericht ,dem ist nichts hinzu zufügen .

    • Claus on 21. September 2017 at 16:21
    • Antworten

    Kleiner Nachtrag zum Thema „Vornudeln“, auch Pasta-Party genannt: Während man üblicherweise diszipliniert und bescheiden mit einer kleinen Plastikschale und dem Einwegbesteck wartend in der Schlange steht, ist beim Medoc-Marathon alles anders. Fein gedeckter Tisch, hochglanzgedruckte Menükarte mit 5 Gängen, diverse Weinsorten zur Auswahl. Nette Bedienung am Tisch, kein Warten… perfekt organisiert.

    Und: getanzt wurde schon (wie gesagt bereits bei Tageslicht), bevor die großartige 12-köpfige Band den ersten Ton gespielt hatte.

    Und: diese tolle Sprache… die klingt so schön. Ich verstehe sie leider nicht, aber weiß jetzt, dass „Entrecote“ nicht die Toilettentür ist…

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