6 Floosen in erfolgreich in Roth

Tolles Petersen-Comeback
Triathletin aus Risum-Lindholm läuft bei der „Challenge Roth“ als 41. Frau ins Ziel / Starkes Team von Fri Ööwingsfloose

Der Langdistanz-Triathlon im fränkischen Roth ist weiterhin der weltweit größte Wettkampf über die längste offizielle Wettkampfdistanz der Triathleten. Über 3000 Eiserne meisterten bei dem unumstrittenen Klassiker der Szene die Herausforderung aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Zu den Finishern der „Challenge Roth“ zählte auch eine starke Crew des Triathlonklubs Fri Ööwingsfloose.

Ein großartiges Comeback feierte dabei Eike Petersen, die sich nach längerer Verletzungspause mit einem imposanten Rennen zurückmeldete. Nach 10:23:23 Stunden überquerte die 35-Jährige vor Tausenden von Zuschauern im Rother Stadion die Ziellinie als 41. der Gesamtwertung (8. der Altersklasse W 35).

Drei Jahre nach ihrem fulminanten Langdistanz-Debüt in Frankfurt, wo sich Petersen in 9:55:08 Stunden schon im dritten Jahr ihrer damals noch jungen Karriere in den Kreis der stärksten schleswig-holsteinischen Langdistanz-Athletinnen aller Zeiten katapultiert und anschließend auch an den IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii teilgenommen hatte, zeigte Petersen, dass sie wieder zu den Top-Athletinnen des Nordens zu zählen ist.

„Die einmalige Stimmung dort hat einen den ganzen Tag begleitet und getragen“, freute sich die Risum-Lindholmerin über das sportliche Erlebnis und ihr starkes Ergebnis, das sie mit ebenso glücklichen Teamgefährten teilen durfte. Die auf der Langdistanz erfahrene Jutta Lützen-Junge erreichte das Ziel nach 11:46:29 Stunden (178. Gesamt/15. W 50). Kerrin Carstensen bejubelte nach 12:11:10 Stunden (236./26. W 50) ihr erfolgreiches Debüt auf der Langdistanz, ehe Ellen Lützen nach 13:24:20 Stunden (352./46. W 50) das Quartett komplettierte. In der Mannschaftswertung der Damen erkämpfte die Crew von Fri Ööwingsfloose damit Platz vier.

Noch einen kleinen Moment vor der schnellsten Frau aus Nordfriesland hatte Debütant Dirk Duus nach 10:22:33 Stunden die Ziellinie als 605. der Männer-Gesamtwertung (87. M 45) überquert. Als Frank Stäcker nach 14:21:36 Stunden am späten Abend auch im Stadion bejubelt wurde, war die Triathlon-Party des Floose-Teams perfekt.

„In Roth muss man mal dabei gewesen sein“, hatten sich die Ausdauersportler bereits im vergangenen Herbst gesagt und dann mit einer siebenköpfigen Crew die Startplätze gesichert und das Training verschärft. Verletzungsbedingt musste Lars Neugebauer aussteigen, während das verbliebene Sextett das Projekt bis zum Zielstrich durchziehen konnte.

In Franken fanden die Triathleten angenehmere Bedingungen vor als noch beim IronMan in Frankfurt. Nach dem Schwimmen im Rhein-Main-Donau-Kanal wartete eine interessante Radstrecke. „Es war doch ganz schön hügelig. Bergab konnte ich richtig Gas geben und bergauf habe ich mir Zeit gelassen“, berichtete Eike Petersen. Nach 1:07 Stunden im Wasser und 5:15 Stunden auf dem Rad wartete auf die schnellste Nordfriesin die Marathonlaufstrecke.

Die vom Regenguss vor dem Start durchnässten Radschuhe hatten ihr einige Blasen beschwert, die das Laufen beschwerlicher machten als erwartet. So konnte Petersen ihre Pace nicht wie angestrebt halten. Mit dem Support am Streckenrand und der Aussicht auf den stimmungsvollen Zieleinlauf brachte sie aber auch den Laufpart in 3:57:23 Stunden noch erfolgreich zu Ende, ehe der Moment für die großen Emotionen im Ziel gekommen war.

TEXT – SHZ Niels-Peter Binder

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.